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Bereitstellen von Windows 10

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Cleveres Bereitstellen von Windows 10

Während das neue Columbus 7.4.1 Release natürlich weiterhin auch ältere Windows Versionen beherrscht ergeben sich ab Windows 7 und Server 2012 Vorteile mit denen die Betriebssystem Installation so einfach wie nie zuvor gelingt. Beginnend von der Erstellung einer Ablage für die Setupdaten über die Konfiguration von Windows bis zum Erstellen eigener vorbereiteter dynamischen Abbilder ist alles in Columbus integriert.

 

Voraussetzungen

Columbus Version 7.4.1:

  • Aktivierte Autoupdate Funktion des Columbus Client
  • Zugewiesene und konfigurierte Client Konfigurationen (Client Config Template)
  • Lizenzierte und aktivierte Columbus Deploy Suite oder höher

 

Erhalten von Windows 10 zur Evaluation

Wenn noch keine Windows 10 Enterprise Kopie vorhanden ist, kann diese über den Microsoft Evaluierungs-Channel bezogen werden: 

Nach einer Registration bei Microsoft kann eine Kopie heruntergeladen und für die Bereitstellung verwendet werden.

 

Erstellen und Konfigurieren eines Windows OS-Release

In der Columbus Management Console (CMC) in der Infrastruktur den OS Deployment Agent auswählen und im Ribbonmenü die Funktion Create OS Release auswählen. Im gestarteten Dialog einen Namen für den Windows OS-Release eingeben und die Quelle der Windows Setupdaten auswählen (Eine DVD oder die geladene .iso Datei):

Nach einem Klick auf Save beginnt Columbus den Windows OS-Release vorzubereiten, danach startet eine automatisch Indexierung des OSDepots. Dies dauert rund eine Minute, danach steht der neue Windows OS-Release bereit zur Installation auf Computern:

 

Konfigurationsvorlage anpassen

Columbus hat bereits eine Konfigurationsvorlage erstellt, welche wir nun bearbeiten können. Mit einem Doppelklick auf Default in der Spalte der Konfigurationsvorlagen öffnet sich ein Assistent welcher uns die Konfiguration der Vorlage erlaubt. Ob es sich nun um die regionalen Einstellungen (Tastatur, Zeitzone, Währung etc.) oder um das lokale Administrator Passwort handelt, beides kann genauso angepasst werden wie die Partitionierung die optionalen Jobs oder die Ziel OU für Active Directory:

Zum Erstellen einer neuen Vorlage über die rechte Maustaste den Menüpunkt Create OS-Template auswählen:

Angeben eines Windows Lizenzschlüssels

In diesem Dialog kann ein Windows Lizenzschlüssel angegeben. Dieser ist aber nicht zwingend notwendig da sich Windows auch ohne Schlüssel prima installieren lässt. Zu Testzwecken kann ein von Microsoft zur Verfügung gestellter Schlüssel benutzt werden:

Betriebssystem EditionKMS Installationsschlüssel
Windows 10 Professional W269N-WFGWX-YVC9B-4J6C9-T83GX
Windows 10 Professional N MH37W-N47XK-V7XM9-C7227-GCQG9
Windows 10 Enterprise NPPR9-FWDCX-D2C8J-H872K-2YT43
Windows 10 Enterprise N DPH2V-TTNVB-4X9Q3-TJR4H-KHJW4
Windows 10 Education NW6C2-QMPVW-D7KKK-3GKT6-VCFB2
Windows 10 Education N 2WH4N-8QGBV-H22JP-CT43Q-MDWWJ
Windows 10 Enterprise 2015 LTSB WNMTR-4C88C-JK8YV-HQ7T2-76DF9
Windows 10 Enterprise 2015 LTSB N 2F77B-TNFGY-69QQF-B8YKP-D69TJ

 

Oder den eigenen Installationsschlüssel verwenden, wenn dieser bekannt ist.

 

Bereit für die Installation

Nachdem wir nun die Konfigurationsvorlage geprüft und gegebenenfalls angepasst haben, können wir den soeben erstellen Windows OS-Release bereits verwenden. Ging schnell, nicht? Dazu haben wir zwei Möglichkeiten. Einmal als Massenoperation und einmal als Einzelaktion und der Möglichkeit für einen Computer gezielt Änderungen an der Konfiguration vorzunehmen.

 

Windows OS-Release an mehrere Computer zuweisen

Dazu selektieren wir mehrere Computer in unserer Geräteliste und selektieren im Kontextmenü der rechten Maustaste den Menüpunkt Assign smart OS:

Im sich öffnenden Dialog können wir den gewünschten OS-Release und, wenn mehrere Konfigurationsvorlagen vorhanden sind, die entsprechende Konfiguration:

Mit einem Klick auf Assign & Deploy können wir die Installation planen. Danach warten wir bis das Wake-On-Lan Signal über das Netzwerk versandt wurde, oder wir starten einen Computer und drücken F12 damit der PXE Vorgang initialisiert wird.

 

Windows OS-Release an einzelnen Computer zuweisen

Wir selektieren einen Computer in der Geräteliste und navigieren über den Tab OS und Smart Deploy, wählen dort einen Windows OS-Release aus und die gewünschte Konfigurationsvorlage:

Nach der Auswahl können wir entweder direkt die Installation planen (Klick auf Schedule) oder die Konfiguration individualisieren (Klick auf Configure):

In diesem Beispiel möchte ich, entgegen der Standardvorlage, eine eigene Partitionierung definieren. Auf diesem Computer werden nun unabhängig der Harddisk-Grösse immer ein Drittel für Windows reserviert, der Rest als Datenablage vorbereitet. 

Wenn wir die Konfiguration angepasst haben, verlassen wir den Dialog mit einem Klick auf Save. Nun wurde die Konfiguration für diesen Computer als individueller Datensatz gespeichert. Dies ist erkennbar dadurch, dass das Häkchen Use Template values nicht mehr aktiviert ist:

Hinweis: Wenn wir wieder die ursprüngliche Konfiguration aus der Vorlage nützen möchten, einfach das Häkchen wieder aktivieren.

Mit einem Klick auf Schedule können wir die Installation planen. Danach warten wir bis das Wake-On-Lan Signal über das Netzwerk versandt wurde, oder wir starten den Computer und drücken F12 damit der PXE Vorgang initialisiert wird.

 

Eigene Windows Abbilder herstellen

Mit Columbus Smart Capturing kann die Installationszeit von Windows drastisch reduziert werden. Normalerweise dauert eine Windows Installation etwa 15min. Danach folgt die Installation von Applikationen und Updates. Die Updates können zwar bequem mit Columbus PatchDeployment erkannt und verteilt werden, die Zeit die hierfür benötigt beträgt aber je nach Windows Version bis zu einer Stunde.

 

Einen Computer für Smart Capturing vorbereiten

Wir installieren einen Computer mit dem vorbereiteten Smart Deploy Windows OS-Release und stellen mit Columbus PatchDepoyment sicher, dass alle Sicherheitsupdates installiert wurden. Zusätzlich können wir nun auch manuelle Installationen oder Anpassungen vornehmen. Es ist auch möglich mit Columbus bereits Applikationen zu installieren (Z.B. Office) damit auch deren Installationszeit vermieden werden kann.

Sobald wir unseren Computer vorbereitet haben, können wir mit dem Smart Capturing Vorgang starten. Leider macht uns Microsoft mit Windows 10, build 10586 einen Strich durch die Rechnung: Die beiden Modern-UI Apps Twitter und CandyCrush verhindern eine saubere Generalisierung der Windows Installation (Genauer gesagt, der SYSPREP Vorgang läuft nicht durch). Glücklicherweise haben wir mit Columbus ein Werkzeug zur Hand welches uns auch hier weiterhilft. Durch die Installation des an diesem Artikel angehängten SW-Paketes: «Columbus Smart Capture Framework» werden dem lokalen Administrator die beiden Apps entfernt. Ob dieses Problem mit einem späteren build von Windows 10 behoben wird, werden wir sehen.

Zurück zum Vorgang wie ein intelligentes Abbild von Windows hergestellt werden kann: 

  • Wir melden uns mit dem lokalen Administratorenkonto an
    Hinweis: Wir empfehlen das effektive lokale Administratorkonto zu verwenden.
  • Auf dem Columbus Server liegt unter %_ProgramFiles%\Columbus\Console\Tools ein neues Werkzeug bereit, welches wir auf diesen Computer kopieren und starten: PrepareCaptureAction.exe
    Hinweis: Das Werkzeug muss nach lokal kopiert werden.

Wir starten das Werkzeug und vergeben einen Namen für das intelligente Abbild: 

Mit einem Klick auf Capture wird der Vorgang gestartet, wenn der Vorgang abgeschlossen ist, können wir über den Knopf Reboot (Der Knopf wird erst am Ende angezeigt) die Maschine neu starten.

Wichtig: Nach dem Neustart muss der PXE Bootvorgang initialisiert werden

Während einer Windows PE Sitzung wird das intelligente Abbild aufgezeichnet und in unserem Windows OS-Release abgelegt:

Damit das neu erstellte Abbild genutzt werden kann, muss nun auf dem OS-Deployment Agent eine Indexierung durchgeführt werden (auch bekannt als OS-Depot Refresh).

 

Eigenes Windows Abbild verwenden

Das erstellte Windows Abbild kann entweder für eine Konfigurationsvorlage oder für eine individuelle Konfiguration genutzt werden. In beiden Fällen bietet uns der Assistent hierfür seine Unterstützung an:

 

Vorschläge für die Windows 10 Konfiguration

Die brainwaregroup offeriert zwei SW-Pakete mit vielen vorbereiteten Skripten und Techniken um die Einstellungen von Windows anzupassen. Diese SW-Pakete können frei in der Testumgebung verändert und verteilt werden.

Diese SW-Pakete sind kein Produktebestandteil und somit nicht in Wartungsverträgen enthalten. Gewährleistung oder kostenlose Unterstützung sind damit ausgeschlossen. Unsere Spezialisten helfen im Rahmen eines Kundenprojektes gerne weiter.

Download Windows 10 Deploy Paket
(ZIP, 1 M)

 

100020_Windows_Base_Config.UNI

Dieses SW-Paket beinhaltet hunderte verschiedenster Einstellungen für Windows (Ab Windows Vista):

  • Einschalten von NumLock
  • Aktivieren der administrativen Freigaben (IPC$, Admin$)
  • Aktivieren der high-performance Energie Einstellungen
  • Vollständige Aktivierung des lokalen Administrator Kontos
  • Häufig genutzte Verknüpfungen auf dem Desktop bereitstellen
  • Und viele mehr…

 

100120_Windows_ModernUI_Config.UNI

Dieses SW-Paket erlaubt das Entfernen von Standard Apps aus der Modern-UI Oberfläche (Ab Windows 8):

  • Bing Finance, Bing News, Bing Sports, Bing Weather…
  • Solitaire Collection, OneNote, Office Hub…
  • Photos, Calculator, Camera…
  • Und viele mehr…
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